Warum eigentlich T a u c h s p o r t ?
Eine Einschätzung
Diese Frage ist mir schon des Öfteren gestellt worden. Zugegeben, im ersten Moment der Argumentation ist es schon sehr schwer, mein Gegenüber davon zu überzeugen, dass dieses Hobby einen so hohen Stellenwert hat, der als Ausgleich zum Arbeitsalltag, zur Stärkung des Bewusstseins und der Blickschärfe nicht zu übertreffen ist.
Was ist das Geheimnis, welches den Reiz ausmacht, in kalten und dunklen Gewässern soviel Freude zu gewinnen? Ich möchte gerne versuchen, das Thema und die Fragestellungen zu beleuchten, was ich am Tauchen so liebe. Meine Schilderung dient nicht dazu, den Eindruck zu erwecken, dass es sich hier um eine Rechtfertigung handelt. Es liegt mir vielmehr daran, Denkanstöße zu geben, um Interessenten, also potenziellen Tauchern, Sicherheit bei Ihrer Entscheidung zu vermitteln, diesen Sport kennen- und lieben zu lernen.
Als Kind im Urlaub verschwand ich für mehrere Stunden im Wasser, um möglichst viel von dem zu sehen, was sich da unter der Oberfläche so tat. Früh war mir schon klar, dass ich eine Leidenschaft fürs Tauchen entwickeln würde. Deswegen entschied ich mich im Jahre 2003 dazu, meinem Wunsch Rechnung zu tragen, und mit dem sog. Gerätetauchen zu beginnen. Dabei ahnte ich nicht, wie diese Entscheidung mein Leben maßgeblich verändern sollte. Die Gier, immer mehr Eindrücke von der fantastischen Welt unter Wasser zu erlangen, wuchs nunmehr unaufhörlich.
Mittlerweile untermauere ich das Tauchen noch mit der Unterwasser-Videografie, was meinen Blick „für das Wesentliche" noch weiter schärft. Es sind nicht nur die vielen warmen Gewässer dieser Welt, die das Urlaubsvergnügen abrunden, sondern aus meiner Sicht mehrheitlich die unendlich vielen einheimischen Süßwasserseen. Ob groß oder klein, alle haben ihren Reiz, sofern sie betauchbar sind. Rundet man seine angeeignete Theorie und Praxis noch ab mit speziellen Sonderbrevets (z. B. Nachttauchen, Süßwasser, Orientierung u. v. m.), so kommt man der „ Anderen Welt „ ein Stück näher und wird immer sicherer. Schließlich steht beim Tauchen die eigene Sicherheit an erster Stelle.
Zu schön ist es, Lebewesen unter Wasser zu beobachten, wie diese leben, sich bewegen, reagieren und letztendlich damit umgehen, uns Tauchern zu begegnen, die oft hundertmal größer sind als sie selbst. Nicht nur Tiere sondern auch Pflanzen können das Bild prägen. Ganze Wälder oder Gräser erscheinen unter Wasser nahezu unzerstörbar und wir tauchen berührungslos durch sie hindurch. Selbstredend funktionieren diese Erlebnisse natürlich nur, wenn eine entsprechende Sicht vorhanden ist. Nur allem Unken zum Trotz, eine ausreichende Sicht gibt es fast immer. Bei all den vielen Tauchgängen in heimischen Seen, gab es selten ein Gewässer, wo gar keine Sicht war. Ohne Sicht zu tauchen, muss ich unumwunden zugeben, macht mir auch keinen Spaß.
Meinen Schülern versuche ich meine Erfahrungen genauso wiederzugeben, wie ich sie erlebt habe und ich setze einen großen Anspruch daran, dass dieser Sport von Anfang an so gelebt wird, dass eine zielgerichtete Ausbildung, nämlich den Anforderungen der jeweiligen Ausbildungsstufe gerecht zu werden, erfolgreich beendet wird. Falls meine Vorbemerkung Interesse am Tauchsport geweckt hat, senden Sie mir einfach eine kurze Mail an "info@germandive.com" mit Ihren Kontaktdaten. Ich setze mich dann mit Ihnen in Verbindung.
Robert Schmiegelt